"Satter Sound aus starken
Saxofonen."
Lübecker Nachrichten
"...das macht hier heute
abend richtuig Spaß!"
Die Norddeutsche
Geheimakte: “amerikanischer Jazz”
The Toughest Tenors bringen ihr drittes
Album „Well-kept Secrets“ heraus. Die fünf
Berliner Geheimagenten (Bernd Suchland
Tenorsaxophon, Patrick Braun
Tenorsaxophon, Dan-Robin Matthies Piano,
Lars Gühlcke Bass und Ralf Ruh Drums)
geben erneut einige ihrer musikalischen
Geheimnisse preis, ausgespäht aus dem Land
der unbegrenzten Möglichkeiten, das den
Jazz als einzigartige Kulturleistung
hervorbrachte.
The Toughest Tenors, schon seit zwei
Jahrzehnten unterwegs, agieren undercover
in den letzten verbliebenen Jazzkellern dieser
Welt und leben ihren ganz eigenen
amerikanischen Traum. Sie sind ein
Geheimtipp, der abseits von Social-Media-
Geklicke, Kulturförderungen und
europäischen Jazzmoden existiert. Mit ihren
feinen Antennen dechiffrieren sie die längst
verloren geglaubten Urtexte des Jazz und
setzen sie dem heute gängigen Crossover
entgegen. Sie sind cool und unbestechlich
und wissen genau, was sie tun. Sie stöpseln
sich zeitlich da ein, wo der Jazz noch einen
erdigen Stil hatte und hart swingte, Blues und
Soul bot und ein Publikum erreichte, das die
Radios lauter stellte, mitwippte und sich
schließlich nicht mehr auf den Stühlen halten
konnte. Dabei beschreiten die beiden Tenor-
Charakterköpfe Suchland und Braun in Sound
und Phrasierung ganz unterschiedliche Wege.
Zwei eigenständige Spione, die sich bestens
ergänzen und gegenseitig inspirieren.
Mit detektivischem Spürsinn haben sie nun
eine CD mit 10 ausgewählten Top-Secrets
zusammengestellt. Der Lauschangriff auf
gänzlich unbekannte Raritäten von Gene
Ammons, Johnny Griffin oder Melba Liston
macht Musikkritiker und NSA machtlos, funkt
doch der Spirit dieser Musik weiter und weiter
und erreicht nach über 350 Konzerten immer
wieder ein Publikum, das erstaunt erkennt,
dass es diese Musik sonst nirgendwo mehr zu
hören gibt. The Toughest Tenors aber haben
den Code schon lange geknackt. Mit dieser
CD senden sie ihre Botschaft in den Äther,
vielleicht sogar bis zu den Sternen und hin zu
fernen Planeten, die für den Jazz
möglicherweise ein besserer Ort sind als
diese Erde. Einem Wiedersehen mit ihren
alten Vorbildern, den Jazz-Cats von früher,
steht dann nichts mehr im Wege.
"This is a SUPER-disc"
Bert Noglik - MDR Kultur
"Well done"
JAZZTHING
I-Tunes
Spotify
„I know I'm not from this planet; I can't be. I
must be from someplace else in the universe
because I'm a total misfit.“
Johnny Griffin
CDs:
I-Tunes
Spotify
„Dieses Berliner Quintett versetzt seine Hörer
weit zurück in die Zeiten, wo in den Clubs
mächtig gequalmt wurde, Hardbop noch als
Tanzmusik funktionierte und die coolsten
Typen mit schmalen Krawatten und
glitzernden Saxophonen hantierten.“
JAZZTHING
„Das Berliner Jazzquintett sichert sich mit
seinem erstklassigen Sound und den
hochkarätigen Arrangements die
Schürfrechte an den niemals müden Stücken
jener legendären Jazz-Ära.“
Concerto
Pressemitteilung von LAIKA-Records:
Hier schlägt das Herz des Hardbop!
The Toughest Tenors präsentieren Ihre neue
CD „Hip Tip“.
Das Berliner Jazzquintett, angeführt von den
beiden Tenorsaxophonisten Bernd Suchland
und Patrick Braun, spielt frisch und virtuos, rau
und direkt Hardbop-Jazz. Ohne kopflastige
Schnörkel gehen die Tenoristen zusammen mit
Dan-Robin Matthies (Klavier), Lars Gühlcke
(Kontrabass) und Ralf Ruh (Schlagzeug) zur
Sache. Sie nehmen sie ernst, die Musik, die in
den 50er und 60er Jahren zur befreienden
Alltagskultur gehörte und beweisen die
nachhaltige Energie eines handgemachten,
ehrlichen Jazz-Feelings. Seit fünfzehn Jahren
überzeugen sie Publikum und Presse mit einem
gekonnt ausgesuchten Programm aus der
zeitlosen Jazz-Geschichte.
Selbstbewusst formuliert der Bandleader
Bernd Suchland:„The Toughest Tenors haben
alles: einen einprägsamen Bandnamen,Talent,
Reife, eine klare Haltung zur Musik und nun ein
weiteres tolles Album. Ende der 50er bis
Anfang der 60er Jahre sind hochklassige Alben
produziert worden, die selbst in
Musikerkreisen kaum noch jemand kennt. Ein
Füllhorn, aus dem wir uns die besten
Kompositionen heraussuchen und sie mit
frischen Arrangements zu neuem Leben
erwecken“, erklärt Suchland den Ansatz der
Band. Dabei geht es ihm und seinem
Saxophon-Partner Patrick Braun nicht um
einen musikalischen Wettstreit, sondern um ein
kollektives Mit- und Nebeneinander. The
Toughest Tenors haben klare Vorstellungen,
welche Qualitäten die Songs haben müssen,
um ins Bandrepertoire aufgenommen zu
werden. „Keine überfrachteten Arrangements,
sondern eingängige, Blues und Swing betonte
Kompositionen, die Spaß machen und doch
Tiefgang haben“, erläutert Suchland die
Auswahlkriterien für die zehn Songs, die er für
„Hip Tip“ ausgewählt hat. Schon diese
sorgfältig zusammengestellte Auswahl der
Stücke verdient Anerkennung.
„Save your love for me“ in einem Arrangement
von Johnny Griffin und Eddie ‚Lockjaw‘ Davis
ist die perfekte, lockere Eröffnung des Albums.
„What the world needs now is love“ von Burt
Bacharach, in der Al Cohn/Zoot Sims Version,
die seit Jahrzehnten nicht mehr auf Tonträger
und auf die Bühne gebracht wurde, führt zum
Titelstück, der Ballade „Hip Tip“ von Gene
Ammons. Sie ist eine Schatzhebung von
Bandchef Bernd Suchland, der es bestens
versteht, alte Aufnahmen in die Gegenwart zu
holen, die tatsächlich kaum einer kennt, die
man aber unbedingt kennenlernen sollte. Braun
spielt hier ein charakterstarkes Solo mit einem
vielschichtigen warmen Saxophonsound, der
an Ben Webster und Gene Ammons erinnert.
Wie viele Tenoristen spielen heute noch mit
diesem dunklen, spröden Ton, der so berührt?
Es folgt Lars Gühlckes intensives
Kontrabasssolo, bei dem seine leisen
mitgesummten Töne dem Stück eine ganz
eigene zarte Note geben. The Toughest Tenors
machen ihrem Namen alle Ehre in der
folgenden rasanten Up-Tempo- Nummer „Bean
& the Boys“ von Coleman Hawkins. Ralf Ruh
beeindruckt hier mit einem wilden und
leidenschaftlichen Schlagzeugsolo. Dan-Robin
Matthies am Flügel gibt mit seinem perligen
Anschlag und seinem solistischen und
gestalterischen Können der Band und dem
Repertoire eine prächtige und wichtige
Zusatzfarbe. Nach 250 Auftritten in ganz
Deutschland sind The Toughest Tenors
entspannt genug, um sogar einen
südamerikanischen Bolero aufzunehmen: „La
Rosita“, Tanzmusik im besten Verständnis des
Jazz und zugleich bildet das Stück den
Kontrast zu der sich anschließenden Uptempo-
Komposition „Oh, Gee“. Ein zupackender Blues,
auf dem die beiden Saxophonisten für eine
spannende Tenorbattle-Einlage sorgen. Aber
dem Klischee „Wettstreit der Tenöre“ sind
Suchland und Braun schon längst entwachsen;
sie klingen bewußt ganz unterschiedlich,
ergänzen sich aber dann doch. Ein Juwel ist
die Ballade „Afraid of Love“ von Teddy
Edwards, hier kommt der lyrischer Ansatz von
Bernd Suchland voll zur Geltung. Er erzählt uns
auf seinem Saxophon glaubhaft eine wahrhaft
melancholische Geschichte. Der charmant
optimistische Standard „Comes Love“
beschließt das neue Album von The Toughest
Tenors gelungen.
„Hip Tip“ ist das Lebensgefühl des Jazz, für
das die ‚repeat‘- Taste erfunden wurde.
THE TOUGHEST TENORS:
Bernd Suchland tenor-saxophon Patrick
Braun tenor-saxophon Dan-Robin Matthies
piano Lars Gühlcke bass Ralf Ruh drums
"Elegant und extrem entspannt."
CD-Tip Berliner Morgenpost
"Die Balance zwischen anspruchsvoller
Virtuosität und atmosphärischer Dichte
überzeugt mich sehr."
Jörg Konrad
"Nostalgia, aber auf eine stimmige und
charmante Weise."
Macky Ellenbruch
I-Tunes
Spotify
Die Besetzung dieser
CD: Bernd Suchland
tenorsax, Max Hacker
tenorsax, Sebastian
Wittstock piano,
Marc Muellbauer bass,
Ralf Ruh drums
Liner Notes:
Diese Band haut Sie um. Warum? Um das
herauszufinden, muss man schon die vollen
zehn Runden gehen, aus denen "What's
Happening?", der
erste Streich der
Toughest Tenors,
besteht. Aber keine
Angst vor blauen
Augen. Es gibt hier
nur was auf die
Ohren. Und zwar Markantes,
Bemerkenswertes und Rares aus der Zeit, als
der Jazz Spaß am Spielen hatte und noch
lange nicht als Sportinvalide die Doktordienste
von Denkmalpflegern benötigte. Das wohl
wichtigste Trainingsgerät dieser Ära war das
Tenorsaxofon. Mit ihm wurden im edlen
Wettkampf
Höchstleistungen vollbracht, von denen man
heute nur noch in Legendenform zu erzählen
pflegt. Etwa von jener Nacht Anfang 1934, als
Coleman Hawkins in Kansas City bis in die
frühen Morgenstunden gegen seine
Herausforderer Lester Young und Ben Webster
un- ermüdlich anblies. Oder von der
Verfolgungsjagd zwischen Dexter Gordon und
Wardell Gray, die 1947 auf der Platte "The
Chase" dokumentiert
wurde. Und nicht
zuletzt natürlich von
den unzähligen
Gefechten zwischen
den ewigen Sports-
kameraden Johnny
Griffin und Eddie
"Lockjaw" Davis. Diese
beiden Haudegen
fungieren nun gewissermaßen als inoffizielle
Taktikberater beim Schlachtplan von "What's
Happening?".
Sieben der zehn Stücke basieren auf
Arrangements, die Griffin und Davis
gewinnbringend für ihre Duelle in den frühen
60er Jahren nutzten. Unter den Händen von
Bernd Suchland und Max Hacker, den
"Toughest Tenors" Berlins, werden daraus mal
wohltuende Entspannungsübungen für die
Gesichts- muskeln, mal finessenreiche Work-
Outs für bestimmte Gehirnregionen. Einen
schnöden Höher-Lauter-Schneller-Wettbewerb
liefern sich Suchland, der Raue, und Hacker,
der Genaue, nicht. Vielmehr unterstützen sie
sich gegenseitig, halten einander Räuberleiter
bei der Themenvorstellung von Monks
"Misterioso" oder bei der Solo-Intro von
"Abundance", überreichen sich durchtrainiert
die Staffel bei ihren geschmeidigen Läufen
durch die Changes und verhalten sich während
der gesamten Spielzeit ausgesprochen fair.
Nur beim Titelstück, dem flinken Bop-
Nierenschlag "What's Happening?" geraten die
zwei Tenöre beim Slalom durch die Chorusse
heftig aneinander. Angefeuert von ihren
Sparringspartnern, dem aus einer gesicherten
Deckung angreifenden Pianisten Sebastian
Wittstock, dem mit dem sensiblen Herzen
eines Boxers ausgestatteten Bassisten Marc
Muellbauer sowie dem Groove-Turnvater Ralf
Ruh am Schlagwerk, geben sie alles.
Den Begriff "Tenor Battle" wollen wir erst gar
nicht verwenden. Weil es hier nicht um eine
Schlacht oder einen Krieg geht (wer das schön
findet, soll doch in die Fremdenlegion).
Einträchtig ziehen die beiden Helden Suchland
und Hacker beim trabenden Schluss-Vamp des
extrem selten gespielten "How Am I To Know"
in den Sonnenuntergang. Keiner hat das Duell
gewonnen, weil es niemals eines gegeben hat.
Der Hörer allerdings liegt glücklich angezählt
am Boden.
Text: Josef Engels